Samstag, 3. November 2012

04.09.12-19.10.12 - Farming at Wanda Station


Nach langer Zeit habe ich endlich wieder Zeit gefunden in meinen Blog zu schreiben. Es ist vieles passiert und es überschlugen sich Ereignis über Ereignis, aber fangen wir von vorne an.
Ich nahm nun den  4pm Greyhound-Bus von Adelaide nach Borken Hill. Der Busfahrer hatte mit mir so Mitleid, dass ich alleine ins Outback gehe, so dass er mir mein Essen bei einer Raststation kurz vor Broken Hill ausgab. Ich kam gegen Mitternacht an und bezog gleich das nächstgelegene Hostel, in dem ich allein in einem 6 Bettzimmer übernachtete.
Ich machte mich früh am Morgen auf zum Postamt von Broken Hill, von dem ich aus mit dem Postmann nach Menindee gefahren bin. Auf der 100 km langen Fahrt, zeigte mir der Postmann den Menindee Lake, welcher ein gewaltiger See mitten in der Wüste ist.
Ich kam rund um Mittag in Menindee an und wurde in den örtlichen Pub gebracht, von dem aus der Farmer mich abholte. Zuvor wurde ich von den Angestellten in dem Pub gewarnt, dass der Farmer ein Trinkproblem habe.
Als sich dann die Tür des Pubs öffnete und ein Mann mit langem Bart und Cowboyhut eintrat, vermutete ich, dass dieser komisch aussehende Mann hoffentlich mein Arbeitgeber sein wird. Meine Vermutung wurde durch die Angestellten bestätigt. 
Ich ging auf mich zu und stellte mich vor. Dabei verstand ich kein einziges Wort, das er sagte. Wir stiegen in einen Offroader und fuhren Richtung Stationshaus. Als wir Menindee verließen, endete urplötzlich die geteerte Straße und fuhren auf einer "Dirtroad". Wir bogen von der Straße in die Pampa ab und fuhren 5 km von der Straße in die Pampa bis zu seiner Station.
Der Name des Farmer ist Luke Caskey und seine Station ist die Wanda Station, welche gleich neben dem Darlingriver gebaut war.
Auf der Station waren 4 weitere Mitarbeiter, die aber alle nacheinander gingen, bis auf einen, Steve.
Das Wasser für die Dusche kam aus dem Fluss und das Trinkwasser war gespeichertes Regenwasser.
Mein Handy hatte keinen Empfang und ich hatte keinen Internetzugang.
Ich erlebte so vieles, dass es nicht möglich ist von allem zu berichten, aber von ein paar möchte ich trotzdem berichten.
Die durchschnittliche Temperatur betrug 30-35 Grad, einige Tage waren wärmer, andere kälter. Die Nächte waren zum größten Teil bei 5 Grad und habe selbst mit Schlafsack und Decke gefroren .
Zu beginn bezog ich ein Zimmer im "Sheerers Quater", bin aber nach 2 Wochen in das Farmhaus umgezogen, das ein gemütliches Doppelbett hat.
Der andere Arbeiter, Steve, kommt aus Adelaide und ist 46 Jahre alt, hat sich aber wie ein 18 Jahre alter Junge benommen. Wir arbeiteten nahezu täglich zusammen. Unsere Aufgaben waren: Fencing, Malern, Ausbau der Garage bauen , Restaurieren von Möbeln,  Autos reparieren, Schafe vor sich treiben mit dem Motorrad, Dächer und Meathäuser reparieren und noch viele andere Jobs.
Des Weiteren habe ich auf der Farm Motorrad fahren gelernt und bin schlussendlich mit Kangaroos an meiner Seite durch den "Bush" gerast.
Wir gingen des öfteren Jagen, so dass ich den Umgang mit Waffen ebenfalls lernte.
Außerdem gab es fast jeden Tag frisch gefangene "Yabbies" zu essen.
Am 05.09 habe ich mein erstes Känguru und Emu gesehen.
Abends den 13.09 gingen ich und Steve auf die Jagd nach Wildschweinen. Wir verließen die "Track", die durch das Gelände von Luke führt und fuhren 15 Minuten in Richtung eines Sandhügels, auf welchem wir uns festfuhren. Wir versuchten 2 Stunden lang uns zu befreien, aber ohne Erfolg. Es wurde in der Zeit stock finster und wir riefen Luke über Funk um Hilfe. Er brauchte 3 Stunden um uns zu finden und wir brauchten weitere 3 Stunden zurück zum Farmhaus, da Luke die Orientierung verloren hatte.
Am 22.09 bin ich ein weiteres Mal mit dem Motorrad durch den "Bush" gefahren und habe ein paar Kängurus verfolgt, jedoch war ich einen Moment unachtsam und fuhr das Motorrad in eine Art von Sumpf, so dass ich das Motorrad stehen gelassen habe und 2 Stunden zurück zur Station gelaufen bin.
Vom 1.10 bis zum 7.10 kamen Freunde von Luke, die der ganzen Eile aus der Stadt entfliehen wollten. Alle waren sehr freundlich und nett zu mir. Sie waren begeistert, dass ich dieses Abenteuer auf mich genommen habe.
Am 12.10 wurde mir beigebracht einen Traktor zu fahren.
Schlussendlich kam der Tag, an dem ich die Station verlassen musste. Ich wurde am 19.10 von einem Postmann abgeholt, der mich direkt nach Meldura, Victoria brachte.
Es war alles so ungewöhnlich voll mit Menschen. Ich verbrachte den ganzen Tag in Meldura, bis ich den Nachtbus nach Melbourne nahm. In Melbourne warteten Jannis und Tim, die ich besuchen wollte.

Luke und Ich beim arbeiten

Bau der Garagenerweiterung

Fancing durch Fluss

Plater Reifen mitten im Niergendwo

Traktor fahren

Reiten auf der Station

Emus

Kängurus unterm Baum

Briefkasten der Station

Malen mit Fieberglas (vorher)

(nachher)

Bau des Untersatzes mit Bob

Kaputte Fanceline

Mein Arbeitsauto "Rocky"



Montag, 3. September 2012

03.09.12 - Farming Job in Broken Hill

Es ging alles so schnell. Ich fragte morgens in der Agentur nach, wie es mit einem Job ausschaut. Darauf wurde ich nach 1 Stunde angerufen mit den Worten: "Wir haben einen Farmer für dich!"
Nach einigen Telefonaten mit dem Farmer Luke und der Agentur steht es nun fest, ich werde morgen mit dem Greyhound Bus nach Broken Hill fahren. Ich kaufte noch ein paar überlebenswichtige Utensilien, wie Cap und neue Simkarte, die im Outback besseren Empfang hat.
Ich genoss den letzten Tag in Zivilisation in vollen Zügen und freue mich auf neue Abenteuer zurück in NSW bei Broken Hill im OUTBACK.

Brunnen am Victoria-Square

02.09.12 - Adelaides Strände

Nica nahm mich heute mit in ihrem Auto zu 2 Stränden von Adelaide. Als ich in ihr Auto steigen wollte, wollte ich für gewöhnlich rechts auf der Beifahrerseite einsteigen, jedoch war das der Fahrerplatz. Die Autofahrt war zunächst echt ungewöhnlich, aber nach einer Weile hat man sich daran gewöhnt.
Wir fuhren zunächst zum Glenelg-Beach. Das Wasser war wie in Sydney total kalt, aber trotzdem war es ein schöner Ort. Es gab eine kleine Insel aus Steinen, auf denen Pinguin ähnliche Vögel lebten. Nach dem wir uns Fish and Chips für 15$ gekauft haben, sind wir weiter zum Semaphore-Beach gefahren. Wir aßen Kuchen am Strand und schauten uns den Sonnenuntergang an.

Glenelg-Beach

kalter Pazifik

Sonnenuntergang Semaphore-Beach

31.08.12 - Studentenparty

Ich ging morgens früh um 9 aus dem YHA Hostel, um zum Telemarkting-Training zu gehen.
Nach 2 Stunden, in denen ich einen DIN4-Blatt auswendig lernen sollte, "kündigte" ich den Job und verließ das Gebäude.
Ich traf mich wieder mit Nick und gingen Mittagessen. Darauf besuchten wir das "Opernhaus von Adelaide" und den botanischen Garten. Sie erzählte mir, dass abends ihre Studentenverbindung ihr 2-jähriges Bestehen feiert und ich recht herzlich eingeladen bin.
Alle Studenten waren philippinischer Herkunft und waren nahezu 1 Kopf kleiner als ich, aber es war ein lustiger Abend mit viel Pizza und Getränken.

Aboriginal-painting am "Opernhaus"

"Opernhaus" Adelaide

Pelikan
Nica und Ich vor den größten Seerosen der Welt
Mein Papierboot und ich

philippinische Studentgruppe

30.08.12 - Das erste Jobangebot

Um 11 Uhr machte ich mich auf den Weg Richtung 87 Angas Street, Adelaide, wo mein Interview zum Salesjob stattfand. Dort angekommen, musste ich einen Fragebogen ausfüllen, in dem ich nach meinen Voraussetzungen für den Job gefragt wurde. 
Nach dem ausfüllen, wurde ich mit einem philippinischen Mädchen ins Büro des Managers geschickt, der uns über die Konditionen des Jobs informierte, dabei stelle es sich heraus, dass der Job ein Telemarketing-Salesjob ist und wurden zu einem Training am nachfolgenden Tag eingeladen (Ich stand dem ganzem etwas kritisch gegenüber).
Ich rief sofort die Agentur aus Sydney an, damit ich so schnell wie möglich einen Job bekomme, der mir gefällt.
Als ich das Büro mit dem Mädchen verließ, bot sie sich an mir die Stadt zu zeigen.
Ihr Name ist Nica und studiert seit circa 10 Monaten in Adelaide.
Wir besuchten zusammen das Aboriginal Museum von Adelaide, welches eine bemerkenswerte Ausstellung über diese Kultur besitzt.
Victoria Square

Museum of South Australia

Eingang zur Aboriginal-Ausstellung

Boote der Aborigines

Malereien der Aborigines

Medizin der Aborigines



Freitag, 31. August 2012

29.08.12 - Aufbruch nach Adelaide


Nach dem ich gestern das Flugticket im Internet gekauft habe, geht es heute ziemlich zügig nach Adelaide. Der Flieger ging um 10:50 Uhr von Sydney 1000 km in Richtung Westen nach Adelaide.
Der Flieger war total leer. Ich saß in der 3. Reihe ganz alleine.
Ich dachte mir, dass der Tag schon gut anfängt, da mein Gebäck nicht gekommen ist. Darauf fragte ich am Serviceschalter nach, welche mich gefragt haben, ob nicht eines dieser Gepäckstücke mit Übergewicht gehören würde. Ich war erleichtert, als meinen Rucksack dort auffand.
Ich nahm den Bus ins CBD von Adelaide. 
Im Bus lernte ich einen Mann kennen, der in Adelaide aufgewachsen ist und mir etwas über die Stadt erzählte. Als ich dann aus dem Bus ausstieg, lief ich 800 Meter zum Hostel. Auf dem Weg habe ich sage und schreibende 3 Menschen gesehen, worauf ich mir nicht sicher war ob ich in Adelaide mit den 1,1 Millionen Menschen war oder doch irgendwo falsch ausgestiegen war.
Das Hostel war total leer. Ich checkte in ein 6 Bettraum ein, wo bisher nur 2 Betten belegt waren.
Darauf machte ich mich erstmal auf die Stadt zu erkunden.
Am Abend ging ich einkaufen. Ich gab 25$ nur für ein bisschen Essen und Trinken aus (Alleine ist alles so extrem teuer, Preise durch 3 zu teilen ist jetzt wohl für die nächsten 3 Monate vorbei).

Ausblick aus Flugzeug über Outback (evtl. zukünftiger Arbeitsplatz)


Adelaide CBD

Wappen von Adelaide

27.8.12 – Manly (Erste Chancen auf einen Job)


Nachdem ich auf die selbe Agentur wie Jannis gestoßen bin, rief ich sie ebenfalls an.
Ich wurde zu einem Interview nach Manly (Stadtteil von Sydney) eingeladen.
Ich und Cristina fuhren mit der Fähre hinüber.
Opernhaus von Fähre

Skyline Sydney von Fähre
Die Agentur vermittelt Farming-Jobs im Outback von NSW in der Nähe von Broken Hill.  Die Agentur würde mich gerne aufnehmen und mir einen Job vermitteln. Nach dem Gespräch schaute ich mich noch in Manly um. Ich ging den „Manly-Beach-Walk“, der von durch Felder mit Sümpfen lief. Auf diesem Weg habe ich auch die erste große, gefährlich ausschauende Spinne gesehen. Sie saß circa 30 cm von meinem Kopf entfernt, bis ich sie überhaupt bemerkt hatte.
Erste große Spinne
Jedoch als ich mitten auf dem „Walk“ war wurde es schnell dunkel, als es mir bewusst war und ich lief 30 Minuten bei Dunkelheit zurück zur Straße (es war furchtbar, da der Weg nicht beleuchtet war).
Auf dem Rückweg nach Sydney CBD wurde ich von einem Sale-Store aus Adelaide angerufen. Sie wollten mich gleich am 28.8 zu einem Interview haben. Wir einigten uns auf den 30.8. Nun werde ich am 29.8 nach Adelaide fliegen. In Adelaide werde ich zu dem Interview gehen und wenn der Job nichts für mich ist oder sie mich ganz und gar nicht haben wollen, werde ich  voraussichtlich direkt von Adelaide nach Broken Hill zu einem Farming Job fahren.
Einerseits bin ich froh Sydney endlich verlassen zu können, andererseits, kennt man die Stadt fast wie seine eigene Hosentasche und man fühlt sich Teil dieser Stadt.
Hafeneinfahrt Manly
Manly-Beach


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Klippen vor dem Abgrund

Manly bei Sonnenuntergang

Sümpfe Manly